Outdoorgebiet Allgäu

Das Allgäu – Geheimtipp für Rennradler

Outdoor Allgäu

Auf ländlichen Straßen im Outdoor-Paradies Allgäu

Das mediterrane Klima Mallorcas, die sanften Hügel der Toskana, die endlos langen Passstraßen in Südtirol oder die geschichtsträchtigen Berge der Tour de France in den Pyrenäen – es gibt viele Gründe, eine Rennradreise in eine bestimmte Region zu unternehmen. Viele Gegenden sind dabei allerdings gewohntes Gebiet, schmücken sie doch seit Jahren die Listen der renommierten Reiseveranstalter. Nicht umsonst wird die Suche nach versteckten Plätzen abseits des Massentourismus immer beliebter. Entdecken Sie eine Gegend, die genau an diesem Punkt ansetzt und dennoch direkt vor unserer Haustür liegt: das Allgäu.

Outdoor Allgäu

Rapsfelder prägen das Unterallgäu

Eigentlich ist es eine seltsame Geschichte, dass die rennradlerischen Vorzüge des Land- strichs am Fuße der Alpen noch nicht bekannter sind. Vor allem, da viele das Allgäu sogar überfliegen oder durchfahren, wenn sie sich ihren Weg in eine der eingangs genannten Destinationen in den Süden bahnen – dabei wäre das Schöne doch so nahe. Denn auch wenn man hier nicht ständig Temperaturen über der 20-Grad-Marke gepaart mit blauem Himmel vorfindet und vergeblich nach Bergen sucht, die höher als 2000 Meter liegen oder Radsporthistorische Anekdoten zu erzählen haben, so findet sich im Allgäu doch ein Detail, das jeder Rennradfahrer von ganzem Herzen liebt: einsame, unberührte Straßen, auf denen man die Seele baumeln und die Speichen abseits großer Verkehrsrouten surren lassen kann.

Im Unterallgäu beispielsweise: Meistens flach dahinrollend führen die Routen zwischen weiten Maisfeldern und an den Flüssen Günz, Iller und Wertach vorbei. Dabei wandelt man stets auf den Spuren des Pfarrers Sebastian Kneipp, dessen Kuren bis heute große Berühmtheit haben. Das Ostallgäu überzeugt dagegen vor allem mit der »Königswinkel« genannten Region rund um Füssen. König Ludwig II. – gerne auch als Märchenkönig bezeichnet – hat hier seine romantischen Spuren hinterlassen und die zahlreichen Seen sorgen dafür, dass man einen bestimmten Landstrich hier sogar als »Allgäuer Riviera« bezeichnet.

Höhenmeter sammeln und die Seele baumeln lassen

Outdoor Allgäu

Ein Rastplatz im Outdoorgebiet Allgäu

Doch nicht nur Flachlandradler oder Kulturfreunde kommen im Allgäu auf ihre Kosten: Im Ostallgäu wird das Terrain bergiger und Kletterspezialisten werden mit der Zunge schnalzen. Der Riedbergpass ist die höchste mit dem Rennrad befahrbare Passstraße Deutschlands, zahlreiche einsame Pfade führen zu einsamen Hütten auf den umliegenden Bergen – das alles vor dem Panorama der Allgäuer Alpen. Überhaupt sind es die zahlreichen idyllischen Nebensträßchen, die uns hier Freude bereiten. Das gilt natürlich auch für die Abstecher ins benachbarte Österreich: Sowohl das Tannheimer Tal im angrenzenden Tirol als auch der Bregenzerwald in Vorarlberg sind rennradlerische Leckerbissen und lassen unsere Herzen mit einmaligen Landschaftseindrücken höher schlagen.

Auch im Westallgäu kann man fleißig Höhenmeter sammeln. In der von der Eiszeit geformten Drumlin-Landschaft rollt es ständig bergauf und bergab und wenn man weit genug dem Sonnenuntergang entgegenpedaliert, steht man schließlich an dem Gewässer, das aufgrund seiner Größe zu den imposantesten in ganz Mitteleuropa gehört: der Bodensee. Er markiert eine weitere Rennrad-Region, die wir mit ihren zahlreichen Apfelbäumen, Hopfenplantagen und Weinreben befahren werden. Sie sehen – es gibt mehr als genug Gründe, einmal nicht in die Ferne zu schweifen, sondern eine Rennradreise in Deutschlands Süden zu unternehmen: Hier handelt es sich nämlich definitiv um einen radsportlichen Leckerbissen, der nur darauf wartet, auf schmalen Rennreifen entdeckt zu werden. Abseits des Massentourismus ist das Allgäu schließlich noch ein Geheimtipp.

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